Freitag, 10. August 2012

The Dwightmare is over - Eine Analyse des Trades


Es ist passiert. Endlich. Dwight Howard hat die Orlando Magic verlassen. Die Lakers konnten die Nuggets und 76ers mit ins Boot holen und so an einem Trade basteln, der, den so sehnsüchtig gewünschten, Dwight Howard endlich nach Los Angeles holt. Was haben die Lakers und die anderem Teams von diesem Trade?


Die Lakers sind, fürs Erste, die großen Gewinner. Nicht nur, dass der beste Center der Liga nun gelb und lila trägt, auch Pau Gasol bleibt ein Laker. Ja, genau. Der Gasol, den eigentlich alle schon abgeschrieben hatten und der wohl als der erste Streichkandidat für einen möglichen Howard Deal bereit stand. Die Lakers verfügen jetzt über den wohl besten Frontcourt der Liga. Mit dieser Truppe sind sie ein absoluter Mitfavorit auf den Titel. Die Starting Five würde, nach momentanen Stand, wohl so aussehen: Nash, Bryant, Peace (Jamison), Gasol und Howard. Die Heat, Thunder, Spurs – und eigentlich auch alle anderen – sollten nach dieser Nachricht heute Morgen wohl erst einmal ordentlich geschluckt haben. Die Lakers sind sich bekanntermaßen sicher, dass Howard bleibt, wenn er einmal eine richtige Gewinner-Kultur erlebt hat. Ob man sich darauf wirklich verlassen kann? Sein liebstes Ziel ist immer noch Brooklyn, auch wenn er in Interviews jetzt wohl vorerst die Lakers-Fahne schwingen wird. Sogar Dallas sollte, auf Grund des nötigen Cap Spaces, nächste Saison noch ein Wörtchen um D12 mitzureden haben. Aber für die nächste Saison ist das Team, um Kobe und Howard, wohl das heißeste in der NBA.

Die 76ers haben Ihren Franchiseplayer Andre Igoudala abgegeben und dafür einen neuen, in Form von Andrew Bynum, bekommen. Hinzu kommt noch der Vertrag von Jason Richardson. Auf lange Sicht scheint dies aber ein guter Tausch für das Team aus Philadelphia zu sein. So vielseitig und hervorragend Igoudala in der Defensive auch ist, brauchen die 76er einen Spieler, der für mindestens 20 Punkte pro Partie gut ist. Diesen Spieler haben Sie nun. Mit Richardson haben sie ebenfalls einen Akteur erhalten, der zwar bereits weit über seinem Zenit spielt, jedoch auch für 12-14 Punkte jede Nacht gut sein sollte. Für den Moment scheint auch hier alles gut zu sein. Das große Fragezeichen aber bleibt über Bynum: Auch sein Vertrag läuft nach der nächsten Saison aus. Da er aber nun ziemlich gegen seinen Willen getraded wurde, sollten die 76er dieses Jahr viel Überzeugungsarbeit leisten, um den talentierten Center langfristig in Philly zu halten. Sonst stehen sie am Ende vielleicht mit leeren Händen da.

Die Denver Nuggets haben den Vogel hier eigentlich abgeschossen. Igoudala ist genau die Art von Spieler, der dieser offensivversierten Mannschaft noch gefehlt hat: Ein Defensiv-As aller erster Güte. Iggy war nie ein großer Scorer, das muss er in Denver aber auch nicht sein. Die Nuggets brauchen viel mehr sein vielseitiges Spiel und auch diese gewisse Star-Power. Die Abgänge von Harrington und Afflalo sollten zu verkraften sein. Zum einen, da Kenneth Faried eine tolle Rookie Saison gespielt hat und ebenfalls Gallinari und Chandler auf die 4 ausweichen können. Zum anderen kann Iggy auch auf der 2 spielen. Cap-Space-technisch verändert sich nicht viel: Harrington und Afflalo verdienen zusammen ein wenig mehr als Igoudala nächstes Jahr (um die 14,5 Millionen).

Rob Hennigan, das war es jetzt? Das ist der Trade, den Sie unbedingt an Land ziehen wollten? Ich fasse das nochmal zusammen: Orlando verzichtet auf Brook Lopez, Kris Humphries, MarShon Brooks und Erstrunden Picks, weil das Angebot „nicht gut genug“ war. Dann verzichten die Magic auf ein Angebot der Rockets, dass ihnen die Rechte an mehreren Rookies, aus einer der besten Draftklassen der letzten Jahre, zugesichert hätte – Plus Kevin Martin, Picks und wen auch immer Sie noch dazu gewollt hätten, weil die Rockets absolut keine Schmerzgrenze hatten, um Howard zu bekommen. Nun aber tauscht Hennigan „Superman“, im Endeffekt, für 3 Erstrundenpicks, die nicht besonders hoch zu bewerten sind, Al Harrington, der bis 2015 noch über 21 Mio. Dollar verdienen wird und Arron Afflalo, der bis 2016 sogar noch über 30 Mio. sein eigen nennen kann? Orlando sollte auch nicht zu sehr spekulieren nächste Saison Letzter zu werden und dann den ersten Pick für den nächsten Draft abzustauben. Bei den Bobcats hat das bekanntlich auch nicht so ganz funktioniert. Eine tolle Zukunt sieht irgendwie, trotz der ganzen Erstrundenpicks, anders aus. Immerhin ist man den Vertrag von Richardson losgeworden. Auf dem von Türkoglu sitzen die Magic nun allerdings immer noch. Irgendwie hat da wohl jeder, nach all dem Hick-Hack die letzten Monate, ein bisschen mehr erwartet, Mr. Hennigan. Orlando ist eindeutig der Verlierer in diesem 4-Team-Trade um Dwight Howard.

Wer sind für euch die Gewinner und Verlierer von dem Howard-Trade?

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